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Allgemeine und Angewandte Mineralogie

Lehrstuhl für Allgemeine und
Angewandte Mineralogie

 
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↑ Alter Kupferstollen in Lubietova, Slowakei
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Leitung



Univ.-Prof. Dr. Juraj Majzlan

iconp ++49-(0)3641 - 9-48710
iconf ++49-(0)3641 - 9-48702
E-Mail

Internet


www.mineralogie.uni-jena.de

 

Lehrangebot - Allgemeine und Angewandte Mineralogie



Der Lehrstuhl Allgemeine und Angewandte Mineralogie bietet Lehrveranstaltungen in den Studiengängen Diplom-Geowissenschaften, Bachelor-Geowissenschaften, Bachelor-Biogeowissenschaften und Master-Mineralogie an, weiterhin werden Doktoranden ausgebildet. Die Lehrinhalte umfassen die Bereiche Mineralogie (Spezielle Mineralogie, Technische Mineralogie, Biomineralogie, Durchlichtmikroskopie), Erzlagerstättenkunde (inkl. Auflichtmikroskopie) und physikalische Chemie (Thermodynamik). In den Übungen haben die Studierenden die Möglichkeit, die theoretischen Kenntnisse durch die Arbeit mit Mineralien oder Gesteinhandstücken, Kristallmodellen oder Schliffen zu vertiefen. Sie werden ausführlich in die Welt der Polarisationsmikropie eingeführt. Auf der anderen Seite besitzen die quantitativen Wissenschaften wie z.B. die Thermodynamik den gleichen Stellenwert in der Lehre. Praktische Erfahrungen sammeln die Studierenden in zahlreichen Exkursionen, die im Rahmen des Studiums angeboten werden. Die Lehrveranstaltungen im Fach Master-Mineralogie qualifizieren zur selbstständigen Arbeit im Bereich Mineralogie, aber ebenso in den Materialwissenschaften.




Forschung - Allgemeine und Angewandte Mineralogie


Die Forschungsarbeiten in der allgemeinen und angewandten Mineralogie konzentrieren sich auf drei eng miteinander verbundene Bereiche:

  • Umweltmineralogie und -geochemie
  • Erzmineralogie und Erzlagerstättenkunde
  • Thermodynamik und Kristallchemie der Minerale


Wir erforschen die Prozesse und Mechanismen, die zur Kontamination der Umwelt durch Bergbauaktivitäten führen. Gleichzeitig bearbeiten wir Fragestellungen zur Entstehung der Erzlagerstätten, die die Quellen sowohl der Rohstoffe als auch der Umweltkontamination sind. Die Berbauabfälle müssen als potenzielle Rohstoffe der Zukunft angesehen werden, und deswegen beschäftigen wir uns mit der Frage, wie man Metalle aus den Altlasten gewinnen kann.Die Prozesse werden auf verschiedenen Skalen untersucht, von Nanometer- bis zu Kilometerabständen. Wir führen detaillierte mineralogische und geochemische Arbeiten an natürlichen Proben durch, aber ebenso messen wir die thermodynamischen Eigenschaften der Minerale und entwickeln intern konsistente thermodynamische Datenbanken, die für die Erstellung quantitativer Modelle der betrachteten Prozesse dienen können. Die thermodynamischen Daten werden mit kristallographischen Strukturinformationen verknüpft, um ein tieferes Verständnis der Minerale und ihrer Transformationen zu erzielen.   p_aamin-sheme

 
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↑ Vorbereitung einer Messung am Röntgenpulverdiffraktometer

  Die mineralogischen und geochemischen Arbeiten werden bei uns mit "standardisierten" Methoden durchgeführt - hierfür stehen am Institut ein Röntgenpulverdiffraktometer und eine Elektronenstrahlmikrosonde zur Verfügung. Darüber hinaus wenden wir die Methode der Röntgenabsorptionspektroskopie an einer Synchrotronstrahlungsquelle an, hier ist insbesondere die Ångströmquelle Karlsruhe (ANKA) zu nennen. Einzigartig in Deutschland ist ein thermodynamisches Labor, das mit einem Säurelösungsmikrokalorimeter und einem Hochtemperaturlösungskalorimeter ausgestattet ist. Mit beiden Kalorimetern können wir die Bildungs-, Umwandlungs- und Mischungsenthalpien für Minerale und andere feste Phasen präzise und exakt messen.




Mineralogische Sammlung




  Die mineralogische Sammlung in Jena ist fest in Forschung und Lehre eingebunden. Sowohl die systematische Sammlung im Hauptteil der Ausstellung als auch die fast unzählbaren Stücke, die nicht permanent ausgestellt sind und ausgestellt werden können, werden in praktischen Übungen angeschaut, angefasst und untersucht. Die mineralogische Sammlung leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit - hier seien exemplarisch die ständige Hauptausstellung, wechselnde Sonderaustellungen oder Führungen durch die Sammlung und Beiträge zur "Langen Nacht der Wissenschaften und Museumsnacht" genannt.