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Angewandte Geophysik

Angewandte Geophysik

kernel

Monochromatischer Kern einer seismischen Inversion

weglerU-web

Leitung



Univ.-Prof. Dr. Ulrich Wegler

iconp ++49-(0)3641 - 9-48660
iconf ++49-(0)3641 - 9-48662

Internet


www.geophysik.uni-jena.de

Lehre


messung

Seismische Messungen



grundwasser
Grundwasserstruktur aus geophysikalischen Messungen

Unsere Lehrveranstaltungen befassen sich mit physikalischen Methoden zur Erkundung der Struktur und der Materialeigenschaften des Untergrunds, von der nahen Oberfläche bis zum Erdmantel. Wir vermitteln die theoretischen Grundlagen solcher Methoden (mit den Schwerpunkten Refraktions- und Reflexionsseismik, Geoelektrik, Radar, elektromagnetische Induktion) und das Verständnis für die geologische Aussagekraft und den Anwendungsbereich dieser Methoden von der Erkundung von Sedimentbecken über die archäologische Prospektion bis hin zu geotechnischen und hydrogeologischen Problemen und Georisiken.
Im Masterstudium wird die Theorie der geophysikalischen Abbildungs- und Inversionsverfahren vertieft. Bei der Bearbeitung realer reflexions- und refraktionsseismischer Datensätze werden die Erkenntnisse praktisch angewandt. Schließlich werden in Geländeübungen vergleichbare Datensätze erhoben.
Unsere Ausbildung qualifiziert für Forschung und Anwendung z.B. in geologischen Ingenieur- oder Umweltbüros, in der Kohlenwasserstoffindustrie, in geowissenschaftlichen Instituten oder im akademischen Bereich.


Forschung


Unsere Forschung deckt ein weites Spektrum von Problemstellungen ab. Aktuelle angewandte Projekte beschäftigen sich mit gravimetrischen und seismischen Methoden zur Abbildung der Struktur des Thüringer Beckens und der Verteilung von Fluiden im Rahmen des Großprojekts INFLUINS, mit der Analyse der Seismizität in Thüringen und der seismischen Struktur in den Schwarmbebengebieten im Vogtland und in Böhmen, sowie mit dem reflexionsseismischen Abbilden steilstehender Störungen im Kristallin.

Methodisch interessieren wir uns vor allem für die Bestimmung von elastischen Eigenschaften des Untergrunds aus seismischen Daten. Schwerpunkte sind die Inversion kompletter Seismogramme und nichtlineare Verfahren zur Bestimmung von Modellunsicherheiten und zur adaptiven Parametrisierung.
 
sedimente

  Querschnitt eines Tals aus der tomographischen Inversion kompletter Seismogramme

oben: (A) Aquifer und (B) ungesättigte Zone

unten: Geschwindigkeitssprung an der Sedimentbasis



Thüringer Seismisches Netz


Das Thüringer Seismische Netz (TSN) dient der Überwachung der Erdbebentätigkeit zu Forschungszwecken und zur Beurteilung der seismischen Gefährdung. Eine wichtige Aufgabe ist die Berechnung des Hypozentrums und der Magnitude von lokalen Erdbeben, die vor allem in Ost-Thüringen gehäuft auftreten. Solche Daten sind die Basis für die Bestimmung lokaler Intensitäten und potentieller Schäden an der Infrastruktur. Aus den Daten des TSN lassen sich außerdem Informationen über die Beschaffenheit des Untergrunds ableiten. Solche Informationen dienen der Erkundung geologischer Strukturen in Thüringen, seines Rohstoffpotentials und möglicher Georisiken.
  Stationsnetzübersicht

  Verteilung seismologischer Messtationen des TSN