Readspeaker Menü

Angewandte Geologie

Lehrstuhl für
Angewandte Geologie

 
MP10
↑ Seesedimentkern
gb_angeo

Leitung



Univ.-Prof. Dr. habil. Georg Büchel

iconp ++49-(0)3641 - 9-48621
iconf ++49-(0)3641 - 9-48622
E-Mail

Internet


www.angeo.uni-jena.de

 

Lehrangebot Angewandte Geologie



Der Lehrstuhl Angewandte Geologie bietet Lehrveranstaltungen an in den Studiengängen Diplom-Geowissenschaften, B.Sc. und M.Sc. Geowissenschaften, B.Sc. und M.Sc. Biogeowissenschaften, BA Ergänzungsfach Geologie sowie für andere Fächer wie z.B. B.Sc. und M.Sc. Geografie, B.Sc. Werkstoffwissenschaften, M.Sc. Umweltchemie. In Kooperation mit der Fachhochschule Jena werden Lehrveranstaltungen für B.Sc. Geowissenschaften/Biogeowissenschaften in der Studienrichtung Angewandte Umweltwissenschaften angeboten. Weiterhin wird Lehre für verschiedene Programme der  strukturierten Doktorandenausbildung an der Friedrich-Schiller-Universität geleistet.Die Vorlesungsinhalte umfassen die geowissenschaftlichen Bereiche Rohstoffgeologie (mit Energierohstoffen, Steine und Erden, Metalle, Bohrlochgeologie, einschließlich der Auswirkungen der Rohstoffgewinnung auf die belebte und unbelebte Umwelt), Grundwasser (Pumpversuche, Hydrogeochemie, Hydroisotopie, Wasseranalytik, Prospektion), Ingenieurgeologie, geologische Fernerkundung (Fotogeologie) und GISBio-Geo-Interaktionen und Gesteins-Wasser-Wechselwirkungen.

In Übungen werden die vermittelten Kenntnisse an Geomaterialien praktisch angewendet, so z.B. bei der Auswertung von Bohrprofilen, bei der Durchführung von Pumpversuchen, bei bodenmechanischen Laborversuchen und bei der Beprobung und Analytik von Wasserproben. In Geländeübungen werden Aspekte der Berufspraxis veranschaulicht durch Besuche in Rohstoffunternehmen, Tagebauen, Trinkwassergewinnungsbetrieben, Deponien, Laboren, bei fallstudienbezogenen Kartierungen und Forschungspraktika.

MP6   Auf das fachübergreifende Arbeiten wird insbesondere beim Geowissenschaftlichen Geländeseminar Wert gelegt, wo ein geowissenschaftliches Objekt mit etwa 10 verschiedenen Gelände- und Laborversuchen in Kleingruppen zusammen mit der Betreuerin/dem Betreuer untersucht wird, einschließlich der Messwertgewinnung, -dokumentation, -interpretation, der Ergebnispräsentation und -diskussion, sowie der logistischen Planung von Geländearbeiten. Diese Veranstaltung vermittelt insbesondere Kenntnisse, die für die selbstständige Geländearbeit im Rahmen einer Diplom- oder Master-Arbeit wertvoll sind.



Ausbildungsziel sind einerseits berufsqualifizierende Kenntnisse für eine Arbeit in Ingenieurbüros oder Bergbauunternehmen, Wassergewinnungs-, -versorgungs-, und -überwachungs-Betrieben, für die Sanierung von Altlasten, für Gefährdungsanalysen, in umweltorientierten kommunalen Behörden und Landes- und Bundesbehörden, ebenso wie für Forschungseinrichtungen. Andererseits dient die vertiefte Fachkenntnis der Vorbereitung auf ein späteres Promotionsstudium im Bereich Geowissenschaften oder Biogeowissenschaften.



Forschung Angewandte Geologie



Der Hunger nach Rohstoffen und Energie hat eine neue Dimension erreicht, die die Politik von morgen bestimmen wird. Es stellt sich immer dringender die Frage, inwieweit fossile Georessourcen zur Verfügung stehen.
Die Angewandte Geologie minimiert die negativen Eingriffe in die Natur und sucht nach Alternativen. Sie macht geologische Forschung für die Praxis nutzbar. Sie erkundet und gewinnt Grundwasser (Hydrogeologie), untersucht den bebaubaren Untergrund (Ingenieurgeologie) und prospektiert, exploriert und exploitiert Lagerstätten (Rohstoffgeologie).

Wir erforschen grundlegende Umweltprozesse, insbesondere die Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Rückkopplungen zwischen Litho-, Pedo-, Hydro- und Biosphäre. Die im Institut zusammengeschlossenen Arbeitsgruppen bündeln ihre Kompetenz und ihre Expertise in zwei Schwerpunkten:

  • Kontinentale Sedimentbecken
  • Geo-Bio-Interaktionen


Diese Fokussierung entspricht der zentralen Bedeutung geowissenschaftlicher Forschung für zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen und Aufgaben, vor allem hinsichtlich der beschränkten Verfügbarkeit von Georessourcen, der Verantwortung für nachhaltige Entwicklungen, des globalen Wandels und des frühzeitigen Erkennens von Georisiken. Der Schwerpunkt kontinentale Sedimentbecken begründet sich darin, dass dort ein großer Teil der wesentlichen Georessourcen und -potenziale enthalten sind. Der Schwerpunkt Geo-Bio-Interaktionen betont, dass komplexe Prozesse wie Verwitterung, Entwicklung der Bodenfruchtbarkeit, Klimawandel und Diversitätsverlust, nur im interdisziplinären Kontext verstanden werden können. Diese Prozesse sind durch vielfache Wechselwirkungen und zahlreiche Rückkopplungen zwischen geologischmineralogischen, physikochemischen und biologischen Prozessen gekennzeichnet. Beide Schwerpunkte spiegeln sich in den Studiengängen Geowissenschaften sowie Biogeowissenschaften wider.