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Strukturgeologie

Strukturgeologie

 
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Leitung



Univ.-Prof. Dr. Kamil Ustaszewski

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E-Mail

Internet


www.structures.uni-jena.de

 



Strukturgeologie am Institut für Geowissenschaften



Die Strukturgeologie befasst sich mit tektonischen Strukturen wie Falten, duktilen Scherzonen und spröden Brüchen. Grundlage unserer Untersuchungen sind sorgfältiges lithologisches und strukturelles Kartieren im Gelände sowie fallweise die Auswertung von Bohrloch- oder seismischen Daten. Die zwei- und dreidimensionale geometrische Erfassung von Strukturen ist häufig von wirtschaftlichem Interesse, um z. B. bei der Rohstoffexplorationen schicht- oder strukturgebundene Lagerstätten gezielt aufzusuchen oder geeignete Standorte zur geothermischen Energiegewinnung zu identifizieren. Über die geometrische Erfassung von Strukturen hinaus ist es für tektonische Fragestellungen unerlässlich, die zeitliche Änderung der Geometrie, d.h. die Kinematik zu verstehen. Dabei kann die relative Abfolge tektonischer Verformungsschritte anhand der Strukturen allein entschlüsselt werden; so kann beispielsweise eine während eines ersten Verformungsstadiums entstandene Falte während eines zweiten selbst wieder verfaltet werden. Zur Eingrenzung solcher Verformungsstadien auf der absoluten Zeitskala und der physikalischen Bedingungen, unter denen die Gesteine verformt wurden, bedienen wir uns der Methoden und Erkenntnisse anderer Teildisziplinen der Geowissenschaften, insbesondere der Petrologie-Geochemie, Gesteinsmechanik, Sedimentologie, Geophysik und Geomorphologie, weil mit der tektonischen Verformung von Gesteinen meist auch metamorphe, magmatische und sedimentäre Prozesse zusammenhängen. Von vorrangigem Forschungsinteresse sind für unsere Arbeitsgruppe tektonische und damit zusammenhängende petrologische und sedimentologische Vorgänge an konvergierenden Plattenrändern während und nach der Bildung von Gebirgsketten wie jener der Alpen, auf der Balkan-Halbinsel oder in Taiwan.


Kartensammlung



Geologische Karten bilden die wichtigste Datengrundlage für wissenschaftliche, wirtschaftliche und technische Fragestellungen, wie z.B. Rohstoffsuche, Baugrunduntersuchungen oder Tiefbauvorhaben. Am Standort Burgweg 11 befindet sich das Kartenarchiv des Instituts für Geowissenschaften, welches mehrere Jahrzehnte Sammlungsaktivität dokumentiert. Neben zahlreichen deutschen Kartenwerken in unterschiedlichen Maßstäben (GK 1:25,000, GÜK 1:200,000) verschiedener Epochen (bis weit zurück ins 19. Jahrhundert) verfügt das Archiv auch über Kartenwerke aus ganz Europa und Übersee. Sammlungsschwerpunkte sind des Weiteren die Alpen, Osteuropa und hier insbesondere die Balkan-Halbinsel (ehemaliges Jugoslawien, Albanien, Bulgarien, Griechenland).

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