Studierende auf einem Salzsee

Studienrichtung Geologie

M.Sc. Geowissenschaften
Studierende auf einem Salzsee
Foto: IGW

Selbst innerhalb der Studienrichtung Geologie gibt es - ähnlich wie in der Medizin - mehrere Disziplinen, die jeweils durch Professuren vertreten sind:

(1) Die Angewandte Geologie beinhaltet Rohstoffgeologie, Grundwasser, Ingenieurgeologie, Bio-Geo-Interaktionen und Gesteins-Wasser-Wechselwirkungen. Viele dieser Beziehungen haben direkte Auswirkung auf Versorgung und Gefährdung.

(2) Strukturgeologie befasst sich mit Strukturen der Erde wie Falten, duktilen Scherzonen und spröden Brüchen, z.B. im Aufbau von Gebirgszügen weltweit. Damit sind meist auch metamorphe, magmatische und sedimentäre Prozesse eingebunden.

(3) Hydrogeologie erforscht die "kritische Zone", die durch die Überlagerung von Atmosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre und Lithosphäre gebildet wird. Neben den Böden umfasst sie die Ungesättigte Zone sowie die oberflächennahe Hydrogeosphäre.

(4) Die Allgemeine und Historische Geologie mit den Schwerpunkten Sedimentologie, Stratigraphie und Quartärgeologie untersucht den Aufbau von kontinentalen Sedimentbecken und die geschichtliche Entwicklung des Lebens sowie dessen Einfluss auf den Planeten.

 

Aufbau

Der Studiengang umfasst 4 Semester Vollzeitäquivalent (er kann auch in Teilzeit studiert werden) und schließt mit einer MSc-Arbeit (Master's Thesis) ab. Der Aufbau des Studiums trägt Ihren Interessen Rechnung. Seine Struktur erlaubt es Ihnen, sich entweder breit und vielseitig aufzustellen oder ein deutliches fachliches Profil zu entwickeln. Wir beraten Sie gerne bei einer sinnvollen Zusammenstellung von Lehrveranstaltungen.

In den ersten zwei Semestern belegen Sie Kurse; dabei gibt es nur ein einziges Pflichtmodul von 6 LP: Die Große Exkursion. Alle anderen Module, im Umfang von 54 LP (etwa neun Module), stellen Sie sich aus dem Modulkatalog zusammen (Die Modulcodes wurden inzwischen geändert; die aktuellen Codes werden zeitnah hier eingepflegt):

MSc Module 2016 Jahr 1 MSc Module 2016 Jahr 1 Foto: IGW

Die erste Ziffer des Modulcodes bezeichnet das Semester, in welchem das Modul angeboten wird.

Bis zu 12 LP (zwei Module von Standardgröße) können Sie aus weiteren, hier nicht aufgeführten "Kontextmodulen" der Geologie, der Geophysik [pdf, 259 kb] oder der Mineralogie [pdf, 406 kb] belegen. Wir empfehlen ausdrücklich den Blick über den Tellerrand !

Kontextmodule beinhalten zusätzliche Lehrveranstaltungen, die nicht regelmäßig, sondern nach Verfügbarkeit von Dozenten oder aktuellen Forschungsprojekten angeboten werden. Sie sind nicht im Modulkatalog, aber im aktuellen Vorlesungsverzeichnis in Friedolin aufgeführt.

In den letzten zwei Semestern belegen alle Studierende folgende Module:

MSc_module_2016_Jahr 2 MSc_module_2016_Jahr 2 Foto: IGW

Die Inhalte der beiden Projektmodule unterscheiden sich in den einzelnen Sparten der Geologie: Es kann sich z.B. um eine Geologische Kartierung mit Bericht handeln, um die Durchführung und Dokumentation einer größeren Laborarbeit, ein Forschungspraktikum oder um die Erarbeitung eines Reviews aus der geologischen Literatur. Ihnen allen ist angeleitetes, aber eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten gemeinsam, die auf die MSc-Arbeit vorbereiten.

Die Module sind einzeln im Detail im Modulkatalog [pdf, 488 kb] beschrieben.

 

Was zeichnet das Studium der Geologie in Jena aus ?

  • Großer Anteil und breites Spektrum an praxisnaher Ausbildung
  • Frühe Beteiligung an aktueller Forschung
  • Angeleitete Arbeit in apparativ exzellent ausgestatteten Laboren
  • Große Anzahl und Vielfalt an geowissenschaftlichen Zielen in der Umgebung, aber auch zahlreiche Projekte im Ausland
  • Individuelle Betreuung
  • Interdisziplinarität mit anderen Teilbereichen der Geowissenschaften
  • Eigenständige Wahl der Studieninhalte im Wahlpflichtbereich
  • Enge Kontakte zur Wirtschaft und Industrie
  • Vielfältige Möglichkeiten des Studiums an einer Volluniversität

 

Musterstudienpläne

Ein Studienablauf mit einem Schwerpunkt in Allgemeiner Geologie kann beispielsweise wie folgt strukturiert sein:

Musterstudienplan Allgemeine Geologie Musterstudienplan Allgemeine Geologie Foto: IGW

Ein Studienablauf mit einem Schwerpunkt in Angewandter Geologie kann beispielsweise wie folgt strukturiert sein:

Musterstudienplan Angewandte Geologie Musterstudienplan Angewandte Geologie Foto: IGW

Nach dem Studium

Geologinnen und Geologen nehmen in der Regel Laufbahnen in den folgenden Bereichen auf:

  • Industrie (Rohstoff- und Energiewirtschaft), Wasserwirtschaft
  • Deponiebau, Sanierung von Altlasten etc., Umweltschutz
  • Hoch- und Tiefbau (Baugrunduntersuchungen etc.)
  • Geologische Landesämter, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Behörden, Ministerien
  • Museen
  • Internationale Organisationen, NGOs, Entwicklungshilfe
  • Hochschulen und geowissenschaftliche Forschungseinrichtungen
  • Freiberufliche Positionen (z.B. als Gutachter und Sachverständige etc.)

 

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