Forschungsschiff Sonne

Studienrichtung Geophysik

M.Sc. Geowissenschaften
Forschungsschiff Sonne
Foto: IGW

Die Geophysik untersucht die physikalischen Eigenschaften der Erde und beantwortet dabei grundlegende Fragen über ihren Aufbau und die geodynamischen Prozesse auf und in der Erde. Die Erkundung des Untergrunds, z.B. mit seismischen, elektrischen, magnetischen oder gravimetrischen Methoden, aber auch gesteinsphysikalische Messungen vor Ort und im Labor sowie verschiedene Simulationsmethoden sind wichtige Schwerpunkte geophysikalischer Arbeiten.

Studenten bei einer Geländeübung Studenten bei einer Geländeübung Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Aufbau des Masterstudiums

Der erste Abschnitt des geophysikalischen Studiums umfasst zwei Semester Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Labor- und Feldübungen), die in drei Wahlpflichtbereiche unterteilt werden: Geophysik, Physik und MINT (Mathematik, Informatik, Technik sowie Naturwissenschaften einschließlich der Geologie und Mineralogie). Die zwei folgenden Semester schließen das Studium mit einem Projekt- und Forschungsmodul sowie der Masterarbeit ab.

Eine Übersicht und die Beschreibung der einzelnen Module finden Sie unter Modulübersicht und unter Ordnungen & Modulkatalog.

 

Studienablauf Geophysik Studienablauf Geophysik Foto: IGW

Besonderheiten des geophysikalischen Studiums in Jena

  • Großer Anteil und ein breites Spektrum an praxisnaher Ausbildung (Laborpraktika und Geländeübungen)
  • Beteiligung an der aktuellen Forschung im Rahmen des Studiums am Geodynamischen Observatorium Moxa, dem Thüringischen Seismischen Netz, INFLUINS-Forschungsprojekt etc.
  • Arbeit in sehr gut ausgestatteten Laboren
  • Große Anzahl und Vielfalt an geowissenschaftlich interessanten Zielen in der direkten Umgebung von Jena
  • Individuelle Betreuung
  • Interdisziplinarität mit anderen Teilbereichen der Geowissenschaften (Geologie, Mineralogie)  möglich
  • Studierende können in dem Wahlpflichtbereich die Studieninhalte nach eigenen Interessen zusammenstellen
  • Studium an einer Volluniversität bietet vielfältige Möglichkeiten (auch in anderen Fachbereichen)
    Im transdisziplinären physikalischen Wahlpflichtbereich werden Module im Umfang von mindestens 12 LP belegt, die von der Physikalisch-Astronomischen Fakultät angeboten werden. Hier können die Studierenden je nach Vorwissen und Interesse vertiefende physikalische Grundlagenveranstaltungen oder weitergehende Physikveranstaltungen belegen. Die angebotenen Veranstaltungen der Physikalisch-Astronomischen Fakultät sind im Vorlesungsverzeichnis Friedolin eingetragen. Im Rahmen einer Studienberatung oder während der Studieneinführungstage werden Empfehlungen gegeben, welche Veranstaltungen interessant und sinnvoll sind. Im Wahlpflichtbereich MINT des Vorlesungsverzeichnises in Friedolin können die angebotenen Veranstaltungen der Fakultät für Mathematik und Informatik sowie weitere naturwissenschaftliche und technische Veranstaltungen recherchiert werden.
  • Der MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gibt dem Studierenden die Möglichkeit, ganz nach eigenem Interesse interdisziplinäre Veranstaltungen in den anderen MINT-Wissenschaften im Umfang von mind. 12 LP zu besuchen. Dazu gehören bspw. Module aus dem Bereich der Mathematik und (Geo-)Informatik oder aber auch Fächer anderer geowissenschaftlicher Disziplinen wie der Hydrogeologie, Mineralogie, Strukturgeologie oder der Allgemeinen Geologie.
  • Im Wahlpflichtbereich Physik können Veranstaltungen aus den Gebieten Allgemeine Geophysik, Geodynamik und Angewandte Geophysik gewählt werden. Es sind Module im Umfang von jeweils 12 oder 18 LP in den ersten beiden Semestern zu belegen. Pro Semester gibt es im geowissenschaftlichem Wahlbereich eine große mündliche Prüfung, die Wissen aus allen belegten Veranstaltungen abprüft.

Ein Studienablauf mit einer informatischen, numerischen Ausrichtung könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

Master-Studiengang, Studienrichtung Geophysik, Beispiel für einen Studienablauf [pdf, 283 kb]

Musterstudienplan Geophysik Musterstudienplan Geophysik Foto: IGW

Aussichten nach dem Studium

Berufliche Möglichkeiten für GeophysikerInnen gibt es u. a. in folgenden Bereichen:

  • Hochschul- und Forschungsinstitute, geowissenschaftliche Observatorien
  • Geophysikalische Erkundungsunternehmen (Bergbau, Erdölindustrie, Geothermie)
  • Ingenieurbüros z.B. in den Bereichen Baugrunduntersuchungen, seismische Standortsicherheit, Umweltschutz
  • Geologische Bundes- und Landesanstalten, Umweltämter oder freiberuflich (beratende Funktion)
  • In Nachbarberufen, z. B. als PhysikerIn in der Industrie oder als ProblemanalytikerIn in der Datenverarbeitung
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